pics/bild_5.jpg

Die GAIMH

Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit e. V. (GAIMH) German-speaking Association for Infant Mental Health Deutschsprachige Tochtergesellschaft der World Association for Infant Mental Health (WAIMH)

Die GAIMH (http://www.gaimh.org) wurde am 21. Juni 1996 von Mitgliedern der World Association for Infant Mental Health (WAIMH) als deutschsprachige Tochtergesellschaft mit dem internationalen Namen German-speaking Association for Infant Mental Health (GAIMH) gegründet.

Die GAIMH lädt länderübergreifend alle Berufsgruppen zu interdisziplinärer Zusammenarbeit ein, die wissenschaftlich, klinisch oder präventiv für die seelische Gesundheit in Schwangerschaft und früher Kindheit tätig sind oder tätig werden wollen. Sie möchte damit zum kreativen Dialog zwischen unterschiedlichen Theorien, Schulen, Denk- und Arbeitsweisen beitragen.

Die GAIMH versteht sich als Anwalt von Kindern im frühesten Lebensalter, für deren spezifische Bedürfnisse und Gefährdungen in Bezug auf eine gesunde psychische Entwicklung bisher keine Berufsgruppe uneingeschränkt zuständig ist, weder in Gesundheitsvorsorge und Behandlung noch in Ausbildung und Forschung.

Die GAIMH hat sich zum Ziel gesetzt, die Ergebnisse der interdisziplinären Forschung zur Frühentwicklung zu verbreiten und in praktische Vorsorge (Prävention) und Behandlung umzusetzen. Sie unterstützt grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung über die seelische Entwicklung in der frühen Kindheit, die Pränatalzeit und die psychische Gesundheit von Eltern und Familien. Sie fördert Forschungen zu den Entstehungsbedingungen und den Auswirkungen und Folgen von Störungen der seelischen Entwicklung. Sie entwickelt wissenschaftlich fundierte Programme und Beratungsangebote zur Vorbeugung und Behandlung von psychischen Gefährdungen in der Schwangerschaft und der frühen Kindheit. Sie fördert und konzipiert Konzepte für die Aus- und Weiterbildung. Sie sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Bedeutung von Schwangerschaft und früher Kindheit für die psychische Entwicklung des Kindes. Sie trägt Sorge für eine verbesserte Wertschätzung der mütterlichen und väterlichen Früherziehung und macht auf die Bedürfnisse junger Eltern und Familien, insbesondere solcher in schwierigen Lebenslagen aufmerksam.

Das Beratungs- und Therapieangebot der GAIMH-Mitglieder richtet sich derzeit an Kinder mit:

  • Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen
  • Beziehungs- und Interaktionsstörungen
  • Schwierigkeiten der Anpassung nach risikoreicher Perinatalzeit
  • Regulationsstörungen
  • Eltern mit psychischen Problemen
  • Belastungen aus anderen Risikokonstellationen

Der regionale Arbeitskreis AK-West

Der AK-West ist ein regionaler Arbeitskreis der GAIMH im Raum Köln. Er ist interdisziplinär mit Fachleuten aus dem Bereich der frühen Kindheit besetzt und trifft sich regelmäßig viermal im Jahr in Köln zum fachlichen Austausch von Theorie und Praxis. Die Inhalte der Treffen beziehen sich auf die Bereiche: Fortbildung, kollegiale Intervision, Aufbau eines Netzwerkes für die Gesundheit in der frühen Kindheit, Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung von Beratungsangeboten für Eltern mit Babys und Kleinkindern.

Ansprechpartnerin: Henrike Schulte
Stenzelbergstrasse 26
50939 Köln

Telefon: (02 21) 41 24 57
Email: nc-schulthe8@netcologne.de

AK-West-Auswahl einiger grundlegender theoretischer Modelle zur Eltern-Säuglings-Therapie/-Beratung (GAIMH)

1. Modelle aus den Bereichen

  • der interdisziplinären, empirische Säuglingsforschung,
  • der Entwicklungspsychologie,
  • der Interaktionsforschung,
  • der Verhaltensbiologie,
  • der Tiefenpsychologie,
  • der neueren Temperamentsforschung (Bedürfnissen, Kompetenzen, Ausdrucksweisen im Kontext der frühen Kindheit)

mit den Autoren:

  • H. Papoušek und M. Papoušek, R. H. Largo, D. Stern, M. Dornes (dort weitere umfassende Literaturangaben)
  • D. Bürgin (triadische Aspekt)
  • D. Wolke, R. Ferber (verhaltenstherapeutische Ansätze)
  • M. R. Zentner (Temperamentsforschung)

2. beziehungsorientierte Modelle in der Tradition der Bindungstheorie

mit den Autoren

  • J. Bowlby,
  • M. Ainsworth,
  • M. Main,
  • K. Grossmann und K.E. Grossmann,
  • K.H. Brisch,
  • P. Crittenden

3. ressourcenorientierte Modelle und Ansätze aus den Bereichen der Resilienzforschung/Vulnerabilitätsforschung

  • E. Werner, M. Laucht

Das Modell der Salutogenese

  • A. Antonovsky

4. klinische Modelle

Entwicklungspsychopathologie: Erklärungen von Störungen und Entstehungsbedingungen, hier besonders die Regulationsstörungen und Beziehungsstörungen

  • Zero To Three (1994). National Center for Infants, Toddlers, and Families (Hrsg.) Diagnostische Klassifikation: 0-3. Seelische Gesundheit und entwicklungsbedingte Störungen bei Säuglingen und Kleinkindern. SpringerMedizin 1999
  • AWMF, Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften. Wissenschaftlich begründete Leitlinien für Diagnostik und Therapie. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Hier vor allem: Regulationsstörungen im Säuglingsalter, Bindungsstörungen. www.awmf-leitlinien.de

5. Elterngespräche:

  • M. Buber,
  • C. Rogers,
  • H. Stierlin

6. Literaturangaben

6.1 Elternbücher:

  • Bettelheim, Bruno (1985): Gespräche mit Müttern. München (Piper)
  • Brazelton, T. Berry (1994): Babys erstes Lebensjahr. München (dtv)
  • Fries, Mauri (2002): Unser Baby schreit Tag und Nacht. Hilfen für erschöpfte Eltern. München/Basel (Ernst Reinhardt Verlag)
  • München/Basel (Ernst Reinhardt Verlag)
  • Gopnik, Alison, Patricia Kuhl, Andrew Meltzoff (2003): Forschergeist in Windeln. Wie Ihr Kind die Welt begreift. München (Piper)
  • Wie Ihr Kind die Welt begreift. München (Piper)
  • Rabenschlag, Ulrich (2001): So finden Kinder ihren Schlaf. Freiburg (Herder)
  • Rankl, Christine (1999): Einschlafen - (k)ein Kinderspiel. Düsseldorf (Walter)
  • Stern, Daniel N. (1990): Tagebuch eines Babys. Was ein Kind sieht, spürt, fühlt und denkt. München (Piper)

6.2. Theorie, Beratung und Therapie:

  • Brisch, Karl Heinz (1999): Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. Stuttgart (Klett-Cotta)
  • Dornes, Martin (1993): Der kompetente Säugling. Die präverbale Entwicklung des Menschen. Frankfurt am Main (Fischer) (10. Auflage)
  • Fraiberg, Selma, E. Adelson, V. Shapiro (1980): Ghosts in the nursery (Gespenster im Kinderzimmer): A psychoanalytic approach to the problem of impaired infant-mother relationsships. In Selma Fraiberg (Hg.). Clinical studies in infant mental health. New York. S. 164 - 196
  • Klitzing, Kai von (Hg.) (1998): Psychotherapie in der frühen Kindheit. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • Largo, Remo H. (1995): Babyjahre. Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht. München (Piper)
  • Papoušek, Mechthild (1995): Vom ersten Schrei zum ersten Wort. Anfänge der Sprachentwicklung in der vorsprachlichen Kommunikation. (Verlag Hans Huber)
  • Papoušek, Mechthild und Alexander von Gontard (Hg.) (2003): Spiel und Kreativität in der frühen Kindheit. Stuttgart (Pfeiffer bei Klett-Cotta)
  • Papoušek, Mechthild, Harald Wurmser, Michael Schieche (Hrsg.) (2003): Regulationsstörungen der frühen Kindheit. Frühe Risiken und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehungen. Verlag Hans Huber 2004
  • Stern, Daniel N. (2000): Geburt einer Mutter. München (Piper)
  • Stern, Daniel N. (1995): Die Mutterschaftskonstellation. Eine vergleichende Darstellung verschiedener Formen der Mutter-Kind-Psychotherapie. Stuttgart (Klett-Cotta)
  • Zentner, Marcel R. (1998): Die Wiederentdeckung des Temperaments. Frankfurt am Main (Fischer)

Seitenanfang